Ein neues NAS muss her

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Die 250GB LS2 platzt aus allen Nähten. Mal schauen, was sich in den letzten Jahren auf dem Markt getan hat. Nett wäre ja eigentlich die Möglichkeit, 2 Festplatten einbauen zu können.

Eine der preisgünstigsten und flexibelsten Lösungen ist da die ICY BOX von Raidsonic. Als IB-NAS4210-B bietet sie Platz für eine 3,5" Festplatte, als IB-NAS4220-B kann sie zwei Festplatten aufnehmen und als RAID0, RAID1 oder JBOD verwalten. Die Firmware ist Linux-basierend und enthält standardmäßig einen NFS-Server. Auf nas-4220.org gibt es ein sehr aktives Forum mit vielen Tipps und Hinweisen für kompatible Festplatten.

 


Der erste Gedanke war, ein IB-NAS4210-B zu kaufen und erstmal mit einer 1TB Platte zu bestücken. Ein Wechsel zu einer 2-Platten-Konfiguration würde dann allerdings einen kompletten Datenverlust auf der ersten (alten) Platte bedeuten. Also Backup, neu konfigurieren und Backup zurückspielen. Nicht wirklich prickelnd. Apropos Backup: trotz der Möglichkeit einer Bandsicherung auf LTO3 wäre ein echtes Backup nicht praktikabel. Die auf dem NAS befindlichen Daten sind zwar nicht lebenswichtig, aber ein Verlust wäre sehr ärgerlich.

Zu den Kosten: das IB-NAS4220-B kostet bei www.1deins.de aktuell 120,11€. Für die Seagate ST31000340AS (1TB) sind bei www.1deins.de 103,11€ fällig. Macht dann zusammen 326,33€ plus Versand. Damit könnte man dann ein RAID1 aufbauen und mit viel Gottvertrauen auf ein regelmäßiges Backup verzichten.

Nach einigen Recherchen bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass die ICY BOX nicht das Richtige für mich ist: viele Nutzer berichten von verschiedenen Problemen, vor allem von kaputten RAIDs nach Stromausfällen. Das führt das RAID1 natürlich ad absurdum. Also weiter schauen.

 

Nächster Ansatz war, die Festplatte der Linkstation durch eine neue zu ersetzen. Doch leider sind IDE-Festplatten nur noch bis 500GB zu bekommen. Die gelegentlich noch in einigen Shops gelistete Seagate Barracuda ST3750640A mit 750GB war auf Nachfrage nicht mehr lieferbar. Ein Upgrade auf 500GB erscheint mir nicht sinnvoll. Im Linkstation-Forum finde ich den Hinweis auf einen "IDE zu SATA"-Adapter, der den Anschluss von SATA-Festplatten an IDE-Controller ermöglicht. Gute Idee und mal einen solchen Adapter bestellt. Zum Testen möchte ich erstmal eine ausgemusterte SATA-Platte mit 160GB an diesem Adapter zum Laufen bekommen.

Erstmal die LS2 auseinandergebaut. Dauerte etwa 15 Minuten und war trotz gut bebilderter Anleitung nicht ganz einfach. Als die Einzelteile vor mir lagen, wurde mir dann schnell klar: den Adapter bekomme ich dadrin nicht mehr unter. Das IDE-Kabel ist nur ca. 5cm lang (und passt damit genau auf den Stecker der FP) und ist auf dem Board fest verlötet. Die Stecker an der Festplatte sind von besonders kurzer Bauart. Den Adapter selbst könnte man durchaus im Gehäuse unterbringen. Also wird auch dieser Gedanke zu den Akten gelegt.